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Christoph König
Christoph König ist ein Dirigent von tiefer Musikalität und Intelligenz. Seinen Dirigierstil könnte man als energetisch und inspirierend bezeichnen; auffällig sind seine Ernsthaftigkeit in der musikalischen Zusammenarbeit, sein Interesse an abwechslungsreicher Programmgestaltung und sein Engagement für zeitgenössische Musik. Von 2009 bis Dezember 2014 war er Chefdirigent des Sinfonieorchesters Casa da Musica im spektakulären neuen Konzertsaal von Porto, seit 2010 in gleicher Funktion bei den Solistes Européens Luxemburg. Konzertreisen haben ihn mit dem Sinfonieorchester Casa da Musica nach Brasilien, nach Wien, Rotterdam, Antwerpen, Luxembourg und zum Musica Festival Straßburg und mit den Solistes Européens zum Schleswig-Holstein Musik-Festival und in die Philharmonie Köln geführt.

König ist als Gastdirigent gefragt. In der letzten Zeit dirigierte er die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Orchestre de Paris, das Royal Philharmonic Orchestra London, das Nederlands Philharmonisch Orkest im Concertgebouw Amsterdam, das Beethoven Orchester Bonn, das Dänische National-Orchester, Norwegische Radio-Sinfonieorchester Oslo, New Zealand Symphony Orchestra, Radiosinfonieorchester RTVE in Madrid, Sinfonieorchester Barcelona, BBC Philharmonic Orchestra, Mozarteum Orchester Salzburg, Scottish Chamber Orchestra, Stuttgarter Philharmoniker, BBC National Orchestra of Wales und das BBC Scottish Symphony Orchestra, das er auf einer erfolgreichen Tournée nach China begleitete (2008).
Sein US-Debüt in New Jersey und Indianapolis führte zu Wiedereinladungen und Engagements mit den Los Angeles Philharmonic, Pittsburgh, Toronto, Vancouver, Houston, Colorado, Oregon und Baltimore Symphony Orchestras. Zukünftige Aufgaben umfassen unter anderem die Rückkehr zum Orchestre de Paris, Pittsburgh Symphony Orchestra, zum Royal Philharmonic Orchestra London, zum BBC Scottish Symphony und BBC National Orchestra of Wales, Baskischen Sinfonieorchester Euskadi, zur Deutschen Radio Phiharmonie Saarbrücken, zum Malaysia Philharmonic, zum Adelaide Symphony und Baltimore Symphony Orchestra.

Als Operndirigent hat er sich schnell einen Namen gemacht, nachdem er am Opernhaus Zürich für Franz Welser-Möst eingesprungen war und mit großem Erfolg die Premiere der Entführung aus dem Serail dirigierte. Bereits zuvor hatte er in Zürich debütiert und in der Folge viele Vorstellungen geleitet. Am Teatro Real in Madrid leitete er 2006 eine Produktion von Die Entführung aus dem Serail, dirigierte an der Staatsoper Stuttgart Don Giovanni und Die Zauberflöte an der Deutschen Oper.

Christoph Königs Schallplattenaufnahmen umfassen unter anderem Werke von Gösta Nystroem (BIS), Schönberg und Prokoffieff (Romeo & Julia), Saariaho und Sibelius (Sinfonie Nr. 2) mit dem Orquestra Sinfónica Casa da Música Porto (Ao Vivo), Melcer mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra (Hyperion), Beethoven Sinfonien mit dem Malmö SymfoniOrkester (DB Productions) und Beethoven und Sibelius mit den Solistes Européens, Luxembourg (SEL Classics). Seine Aufnahme mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra und Brahms’ Erstem Klavierkonzert zierte das Front Cover des BBC Music Magazine September 2009.

Christoph König wuchs in Dresden auf und war Mitglied des Dresdner Kreuzchores. In der Folgezeit studierte er Orchesterdirigieren, Klavier und Gesang an der Musikhochschule seiner Heimatstadt. Erste Erfahrungen sammelte er als Solorepetitor an der Sächsischen Staatsoper, bei Meisterkursen mit Sergiu Celibidache und als Assistent von Sir Colin Davis und Riccardo Muti. Ab 2001 wirkte er als Erster Kapellmeister an der Oper Bonn. Christoph König ist Preisträger der Herbert von Karajan Stiftung.
2016/17
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